Mein Alien Sonny ist mir beim Schreiben des Jugendbuches „Planet Gorsian“ unendlich ans Herz gewachsen. Seit seiner Geburt in den Minen des Planeten eingesperrt, gelingt ihm endlich die Flucht und mit Milas wagt er das Abenteuer, seine Heimatstadt zu finden, die tief in der Wüste liegt. Trotz aller Unterschiede werden die beiden Freunde fürs Leben.

Der Künstler Stork aus Kopenhagen hat für dieses Buch fantastische Bilder gezeichnet!

Hallo Ihr Lieben,

hier könnt ihr in meinen Roman reinschnuppern!

Eine hauchdünne Eisschicht bedeckte den Teich. Der Landwirt beugte sich vor, um einen Blick auf seine Goldfische auf dem Boden des Teichs zu erhaschen. Jeden Tag um die exakt selbe Zeit besuchte er seine Lieblinge, die in dem Teich hinter seinem Landgut den Winter überlebten. Knut Hulgaards Gelenke schmerzten in der Kälte. Er blies in seine Handflächen. Sein Blick fiel auf etwas, das hier nicht  hergehörte. Er lehnte sich weiter vor und starrte in ein bleiches Gesicht, das dicht unter dem Eis schwebte. Mit einem Ruck richtete sich der Landwirt auf. Dabei rutschte sein linker Fuß an der steilen Uferkante durch die dünne Eisschicht ins Wasser. Knut breitete seine Arme aus, um das Gleichgewicht zu halten. Er ruderte eine Weile hilflos in der Luft, bis er das Gleichgewicht endgültig verlor und mit seinem gesamten Gewicht durch die Eisdecke brach und in das eiskalte Wasser tauchte. Er schnaufte, fluchte, ruderte mit den Armen, spürte die Kälte durch seine Kleidung dringen und das Wasser in seine Stiefel laufen.
Zu seinem Entsetzen fand er sich zwischen zwei leblosen Körpern wieder, die sich dicht an ihn drängten. Das lange Haar der Leiche zu seiner Linken schwebte über Knuts Gesicht wie die Fangarme eines Kraken. Er meinte zu schreien, aber seinem Mund entwichen nur Luftblasen. In Panik drückte der Landwirt die Körper zur Seite und strampelte im Wasser wie ein schwimmender Hund, bis er mit seinen Stiefeln Halt auf dem schlammigen Teichboden fand. Er kämpfte sich aus dem Wasser und kroch ans Ufer. Der Landwirt keuchte, richtete sich auf und rannte los, ohne zurückzublicken. Der tiefe Schnee, die nassen Stiefel und die durchnässte Kleidung bremsten seinen Vorwärtsdrang. Sein Atem dampfte.

Die Kälte spürte er nicht mehr.